MINT-Fächer neu betrachten

Das Ziel der Open Science Module ist es, Einblicke in Gender & MINT zu vermitteln. Sie ermöglichen Studierenden der Natur- und Technikwissenschaften einen Zugang zu Genderthemen und verknüpfen die natur- und technikwissenschaftlichen Wissensbestände und Arbeitsweisen mit denen der Sozial- und Kulturwissenschaften. Die Open Science Module beinhalten für viele Nutzer_innen, die mit den Natur- und Technikwissenschaften vertraut sind, neue Sichtweisen auf ihre Fächer. Gleichzeitig bieten sie sozial-, kultur- und bildungswissen¬schaftlich informierten Nutzer_innen Einblicke in die MINT-Fächer. Alle Nutzer_innen finden hier also neue Perspektiven. Für die Vermittlung stellen die Open Science Module die komplexen Verhältnisse der Genderthemen vereinfacht dar. Zur vertiefenden Bearbeitung der umfangreichen Wissensbestände von Gender & MINT werden Reflexionsübungen und weiterführende Literatur empfohlen und angeboten. Die Open Science Module sind so konzipiert, dass sie in der Hochschullehre, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken eingesetzt werden können. Doch sie sind darüber hinaus für alle interessierten Nutzer_innen verwendbar. Für die Lehre werden keine Unterrichtsmethoden vorgegeben. Lehrende können die einzelnen Lerneinheiten in Abhängigkeit der konkreten Lehr-Lernzielen verwenden und mit ihnen eigene Unterrichtsmethoden entwickeln. Zum Beispiel sind die Lerneinheiten für das Prinzip des inverted classroom geeignet.

Aufbau der Open Science Module

Die Open Science Module bestehen aus sieben Lerneinheiten, die in beliebiger Reihung bearbeitet werden können. Die Lerneinheit „Geschlecht ist für alle Fächer da“ vermittelt ein fächerübergreifendes Grundlagenwissen. Es erklärt in einem Kapitel grundlegende Konzepte und Theorien der Gender Studies und in einem zweiten Kapitel die historische Wandelbarkeit der Geschlechterverhältnisse und Geschlechtermodelle. Dabei wird immer ein Bezug zu den Natur- und Technikwissenschaften hergestellt. In einem dritten Kapitel stellt sich der Forschungs- und Lehrbereich ‚Gender & MINT‘ vor. Die Wissensbestände der Lerneinheit „Geschlecht ist für alle Fächer da“ dient der leichteren Bearbeitung der fächerspezifischen Themenbereiche von Gender & MINT. In vier fachspezifischen Lerneinheiten können die Genderthemen in der Biologie, Chemie, Informatik und Physik ausführlicher bearbeitet werden. Eine weitere Lerneinheit „Gender in Scientific Literacy“ geht auf die spezifischen Ansätze für die naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken ein, indem es Gender in Verbindung mit Scientific Literacy, auch Nature of Science genannt, erläutert. Die Lerneinheit „Gleichstellung in Gender & MINT“ behandelt die Verknüpfung der Genderthemen mit der Gleichstellungsarbeit in den Natur- und Technikwissenschaften.

Hinweise zur Bearbeitung

Die Lerneinheiten und ihre einzelnen Kapitel und Abschnitte können einzeln bearbeitet werden und unterliegen keiner festen Reihenfolge. In Abhängigkeit von den individuellen Vorkenntnissen sowohl über Geschlechtertheorien als auch über die Natur- und Technikwissenschaften empfiehlt es sich, mit den Grundlagen der Gender Studies (Lerneinheit Geschlecht ist für alle Fächer da) zu beginnen oder aber sofort die fächerspezifischen Lerneinheiten zu bearbeiten. In jedem Fall ist es möglich, in der Wahl der Lerneinheiten und Kapitel den eigenen Interessenslagen zu folgen. Die Kapitel und Abschnitte jeder Lerneinheit werden von kurzen Quiz-Aufgaben oder vertiefenden Arbeitsaufgaben begleitet, die der Reflexion und Erweiterung der Wissensinhalte dienen. Literaturempfehlungen helfen in jeder Lerneinheit zur weiterführenden Vertiefung. Vorkenntnisse sind für die Bearbeitung der Open Science Module nicht erforderlich.

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