Stadtentwicklung durch Public-Civic-Partnerships: Zusammenarbeit, Kontroversen, Modellierungen.
Stadtentwicklung durch Public-Civic-Partnerships: Zusammenarbeit, Kontroversen, Modellierungen.

Ko*Labore

Wir finden es wichtig, Wissenschaft nicht nur in der Universität zu betreiben, sondern auch in den Forschungsfeldern zu verorten. Vor diesem Hintergrund ist unsere ko*laborative und multimodale Forschung an drei Standorten verankert – jeweils in einem spezifischen Format: Die Zauderbude am Haus der Statistik, die Workshop-Reihe Modelling Controversies am Rathausblock Kreuzberg und das Stadtlabor für Multimodale Anthropologie an der Humboldt-Universität.

Diese Ko*Labore bilden den Rahmen für verschiedene Arten und Weisen des Austauschs zwischen Akteur*innen aus lokalen Initiativen, Politik und Verwaltung sowie Intermediären, Wissenschaftler*innen und Studierenden.

Mehr Informationen zu vergangenen und kommenden Veranstaltungen gibt es im Bereich Events.

© Raquel Gomez

Die Zauderbude

Die Zauderbude lädt Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft dazu ein, das tägliche Geschäft der Kooperation zu verlassen und vor dem nächsten erforderlichen Schritt einen Moment des (noch) nicht Handelns zu wagen. Zugleich wirkt die Zauderbude als Infrastrukturierungs-Box für den Auto-Scooter, eine offene Plattform für kollektive Unterfangen aller Art.

In der Bude suchen wir zaudernd mit den Akteur*innen der beiden Modellprojekte nach generativen Kontroversen, idiotischen Momenten, Modell-Elementen und persönlichen Erfahrungen. Dabei schafft der Innenraum eine Szenographie der Missverständnisse, in der zentrale Begriffe zu neu verhandelbaren Tat-Sachen werden.

Weitere Informationen über die Geschichte der Zauderbude (a.k.a. Fake Estate) findet ihr auf der Website von Raumlabor.

Modelling Controversies

In der Workshop-Reihe Modelling Controversies bearbeiten wir die Ergebnisse unserer Forschung gemeinsam mit Akteur*innen aus den Modellprojekten und weiteren Interessierten. Zugleich schaffen wir auf diese Weise eine wiederkehrende Öffentlichkeit für die Zirkulation von modellhaften Elementen einer kooperativen, gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung. 

In aufeinander aufbauenden Workshops wollen wir eine vertrauensvolle Öffentlichkeit für Austausch schaffen und Themen bearbeiten, die für die Modellprojekte von Relevanz sind. In den Workshops soll es mehr Raum für Unsicherheit als für schnelle Lösungsansätze geben; es soll auch mehr um die Betrachtung von Missverständnissen als um die Wiederholung bekannter Narrative gehen. Die Workshops sind somit nicht zur Präsentation fertiger „Learnings“ gedacht, sondern ein selbst-reflektierender und lernender Raum zum Verstehen und Formulieren von modellhaften Elementen, die zwischen den Modellprojekten und über diese hinaus zum Zirkulieren gebracht werden.

Eine wichtige Rolle nehmen bei diesem Unterfangen die Themen und Ergebnisse aus der Zauderbude ein. Sie bilden das empirische Material, das die Teilnehmer*innen der Modelling Controversies Reihe dazu anregt, die eigenen Erfahrungen und Sichtweisen zur Sprache zu bringen und gemeinsam zu überdenken. Aus den Ergebnissen dieser Zusammenarbeit wiederum setzt sich ein How-To-Guide zusammen, zudem werden die bearbeiteten Thesen zu einem Glossar der Missverständnisse weiterentwickelt.

Wegbeschreibung Kiezraum

Stadtlabor

Das Stadtlabor für multimodale Anthropologie des Instituts für Europäische Ethnologie ist ein Forum für akademische und nicht-akademische Forscher*innen, die sich für Praktiken, Versprechen, Prozesse und Probleme innerhalb der Stadtproduktion interessieren. Mit dem Fokus auf die Entwicklung von einer ‚Anthropologie des/als Urbanismus‘ ist das Stadtlabor ein Ort, an dem multimodale Stadtanthropologie experimentell erprobt wird.

Mehr Informationen zu den Aktivitäten des Stadtlabors findet ihr auf der Website.