Über die Datenbank

Über die Datenbank

Die ADA-Datenbank ermöglicht eine Gesamtübersicht über die frauenrelevanten Archivalien des Universitätsarchivs der Humboldt-Universität im Zeitraum von 1890 (dem Beginn der Diskussionen um das Frauenstudium) bis 1968 (der dritten Hochschulreform der DDR).

In der Datenbank aufgenommen wurden zum einen alle in den Universitätsakten verzeichneten biografischen Daten der Wissenschaftlerinnen, die an der Friedrich-Wilhelms-Universität bzw. HU promoviert, habilitiert oder gelehrt haben. Aufgenommen wurden neben den Promotions- und Habilitationsthemen, -daten und -gutachtern auch die in den Lebensläufen genannten Personal- und Sozialdaten, einschließlich vorhandener Angaben zu gesellschafts- und parteipolitischem Engagement.

Angaben zu Studentinnen sind nicht erfasst und müssen direkt im Archiv erfragt werden. Gasthörerinnen, die vor der Zulassung von Frauen zum Studium 1908 an der FWU eingeschrieben waren, sind aus Kapazitätsgründen ebenfalls nicht in der ADA-Datenbank erfasst. Sie sind aber namentlich und mit biografischen Angaben sowie den gewünschten Vorlesungen und Seminaren über die im Universitätsarchiv vorhandenen Gasthörerinnenverzeichnisse leicht recherchierbar.

Über die in ADA aufgenommenen biografischen Daten hinaus wurden zum anderen alle frauenrelevanten Akteninhalte aufgenommen, die z.B. aus Entscheidungen von Fakultätsratssitzungen, aus Erlässen von Ministerien, aus Strukturplänen oder aus Gesuchen einzelner Studentinnen und Wissenschaftlerinnen hervorgehen. Erfasst wurden in der Datenbank damit sehr unterschiedliche Dokumentenformen, von Strukturplänen, Fakultätsratsprotokollen, Briefen bis zu Personal- und Berufungsakten.

So wurden aus 5.492 Akten insgesamt 76.000 Datensätze erfasst und mit ca. 20.000 zusätzlichen Schlagworten versehen.

Entsprechend der aktuellen Datenschutzbestimmungen des Landes Berlin sind Personen bezogene Daten durch eine Zeitschaltuhr geschützt und erst 100 Jahre nach dem Geburtsdatum, 10 Jahre nach dem Sterbedatum (sofern es in den Universitätsakten verzeichnet ist) oder 70 Jahre nach Entstehung des Dokuments freigegeben.

Finanziert wurde das Projekt im Zeitraum von 12/1996 bis 1/2001 durch die Volkswagen-Stiftung im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Archive als Fundus der Forschung – Erfassung und Erschließung“.

Erarbeitet wurde die Datenbank unter Leitung von Dr. Gabriele Jähnert durch die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Elke Lehnert, Hannah Lotte Lund und Heide Reinsch.

Die Bereitstellung der Web-Rechercheoberfläche erfolgte unter der Leitung von Dr. Gabriele Jähnert und Mitwirkung von Clara Scholz und Lydia Romanowski in Zusammenarbeit mit dem ausführenden Programmierer Edgard Berendsen, dem Computer- und Medienservice sowie dem Universitätsarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin.

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