In unserem Forschungsprojekt Stadtentwicklung durch Public-Civic-Partnerships: Zusammenarbeit, Kontroversen, Modellierungen forschen wir in und mit den beiden Berliner Modellprojekten Haus der Statistik und Rathausblock Kreuzberg. Im Mittelpunkt stehen dabei die über Partizipation hinausweisenden Formen der Zusammenarbeit, die produktive Rolle von Kontroversen um zentrale Konzepte sowie die Unterstützung von Modellierungsversuchen dieser Projekte.
Wir finden es wichtig, Wissenschaft nicht nur in der Universität zu betreiben, sondern die Forschung auch vor Ort in den Modellprojekten zu verankern.
Deshalb entwickeln wir unsere Forschung aus den Modellprojekten heraus, führen unsere Forschung gemeinsam mit Akteur*innen der Modellprojekte durch und wirken mit unserer Forschung in die Modellprojekte hinein.
Für diese ko*laborative und multimodale Forschung entwickeln wir zwei spezifisch auf die untersuchten Modellprojekte zugeschnittene Forschungs-Instrumente: Eine Zauderbude am Haus der Statistik und eine Workshop-Reihe Modelling Controversies am Rathausblock.
Die Zauderbude lädt Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft dazu ein, das tägliche Geschäft der Kooperation zu verlassen und vor dem nächsten erforderlichen Schritt einen Moment des (noch) nicht Handelns zu wagen. Zugleich wirkt die Zauderbude als Infrastrukturierungs-Box für den Auto-Scooter, eine offene Plattform für kollektive Unterfangen aller Art.
In der Workshop-Reihe Modelling Controversies bearbeiten wir die Ergebnisse unserer Forschung gemeinsam mit Akteur*innen aus den Modellprojekten und weiteren Interessierten.
Zugleich schaffen wir auf diese Weise eine wiederkehrende Öffentlichkeit für die Zirkulation von modellhaften Elementen einer kooperativen, gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung.
Das Forschungsprojekt legt großen Wert auf ein ko*laboratives Forschungsdesign. Dafür ist auch ein Netzwerk von unterschiedlichen Partner*innen unabdingbar.