PCP Modellprojekte
Under Construction

Stadtentwicklung durch Public-Civic-Partnerships:
Zusammenarbeit, Kontroversen, Modellierungen

Im vom ZukunftBau-Programm finanzierten zweijährigen Forschungsprojekt Stadtentwicklung durch Public-Civic-Partnerships: Zusammenarbeit, Kontroversen, Modellierungen wirken wir an zwei Berliner Modellprojekten kooperativer Stadtentwicklung mit: Am Rathausblock in Kreuzberg und am Haus der Statistik in Mitte.

An der Schnittstelle von Stadtanthropologie und gestaltender Planung erforschen wir vor Ort Formen der Zusammenarbeit dieser Public-Civic-Partnerships, machen zentrale Kontroversen sichtbar und gehen der Übertragbarmachung modellhafter Elemente nach. Dabei gehen wir multimodal und ko*laborativ vor: Gemeinsam mit lokalen Initiativen und Intermediären bauen wir das Modellprojekt-Archiv am Rathausblock aus, richten eine Zauderbude am Haus der Statistik ein, veranstalten Workshops und entwickeln Publikationen. Das Forschungsprojekt lässt sich unter anderem fruchtbar machen für ein anderes Verständnis von new municipalism, Modellierungspraktiken und Demokratisierung von Planungsprozessen.

Wir entwickeln aktuell unsere Website…

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Was bisher geschah:

WORKSHOP:

Wie forschen Modellprojekte?
24. & 25.06.2022

Im Kiezraum Kreuzberg

Modellprojekte wie der Rathausblock Kreuzberg in Berlin oder das Haus der Statistik am “Allesandersplatz” sind dafür da, etwas in die Welt zu bringen – weg von Theorien des Wandels, hin zur gelebten Praxis. Dabei entstehen nicht nur konkrete, gemeinwohlorientierte Freiräume, sondern auch Streiträume, Wissen in Form von neuen Kulturen der Kooperation, innovative Trägermodelle und ein breites Spektrum an Selbstverwaltungskompetenzen.
Deshalb möchten wir der Frage Wie forschen Modellprojekte? gemeinsam mit Euch Allen nachgehen: Wir wollen uns in einem 2-tägigen Workshop mit Euch darüber austauschen, welche Fragen sich in der Auseinandersetzung mit Modellprojekten stellen, welche Formen der Modellierung von Wissen ausprobiert werden und was es bedeutet, modellhaft zu forschen. Dabei sollen sowohl Erkenntnisse geteilt, Methoden diskutiert, und praxisrelevante Interventionen erarbeitet werden.

INPUTS

Anna Heilgemeir von der TU Berlin zum Entwurfsprojekt am Chair for Urban Design;  Andrej Holm vom Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin; Clemens Weise zu seiner Abschlussarbeit über das Haus der Statistik; Emma Gollhardt zu ihrer Masterarbeit über Urban Governance am Rathausblock; Ignacio Farías vom Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt Universität Berlin; Patrick Léon Gross zu seiner Masterarbeit zum Haus der Statistik im Bereich Urban Sustainability Transitions and Transformations (UTT) Research; Lisa Vollmer von der Bauhaus Universität Weimar zum Forschungsprojekt „KoopWohl“; Reneé Tribble zu ihrem Studienseminar zum HdS& RHB; Roberta Burghardt von Stadt von Unten und coop.disco

WEN LADEN WIR EIN?

Wir laden Menschen ein, die an der Modellierung und Zirkulation von Wissen in den Modellprojekten beteiligt sind. Das sind unseres Erachtens Forscher*innen aus der Wissenschaft, aber auch praktische Raumproduzent*innen, Menschen aus der alltäglichen Planungs- und Gremienarbeit von zivilgesellschaftlicher und kommunaler Seite.

WER LÄDT EIN?

Felix und Rebecca forschen seit Anfang 2022 zu den beiden Modellprojekten Haus der Statistik und Rathausblock Kreuzberg. Ursprünglich angestellt in den Projekten wollen sie nun die Anbindung an die Humboldt Universität zu Berlin und den Lehrstuhl Stadtanthropologie dafür nutzen, ko*laborativ und inventiv Fragen der Zusammenarbeit, Kontroversen und Modellierungen zu reflektieren und in die Projekte hineinzutragen. Patrick Léon Gross ist Mitgründer der Initiative Donut Berlin, die sich für eine sozial gerechte Stadt innerhalb planetarer Grenzen einsetzt. Zur Zeit forscht Léon am Beispiel des Haus der Statistik zu Funktionsweisen, Widersprüchen und Potentialen von Modellprojekten in der sozial-ökologischen Transformation urbaner Ökonomien.

Eröffnung Zauderbude 

Zwischen Autoscooter und dem Haus der Materialisierung wurde am 14. Mai vor den Augen & Ohren der Ko-Markt-Besucher:innen eine Zauderbude eröffnet. Damit ist das Forschungsprojekt am Haus der Statistik gelandet!

In der Zauderbude wird erforscht, wie der Umgang mit Missverständnissen Kooperation ermöglicht. Akteur:innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sind dazu eingeladen, das tägliche Geschäft der Kooperation zu verlassen und vor dem nächsten erforderlichen Schritt einen Moment des (noch) nicht Handelns zu wagen.

Ab Juli werden wir als Forschungsteam regelmäßig vor Ort arbeiten und zu „Zaudereien“ in die Bude einladen.

PCP Modellprojekte wird vom ZUKUNFT-BAU (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen) gefördert

Stadtlabor for Multimodal Anthropology

KONTAKT

Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Europäische Ethnologie
Anton-Wilhelm-Amo-Straße 41
10117 Berlin
Raum 303

pcp.modellprojekte@hu-berlin.de

Font: Pilowlava von Anton
Moglia + Jérémy Landes (Velvetyne Type Foundry)