Prof. Dr. Galili Shahar (Gastprofessor)
Die Vorlesung untersucht die Affinitäten zwischen der jüdischen und der arabischen (bzw. muslimischen) Kultur. Dabei wird die kulturelle Erfahrung von Jüdinnen und Juden im Al-Andalus, im Maschriq (Nahost), im Maghreb (Nordafrika), in Israel-Palästina sowie im heutigen Europa im Kontext jüdisch-arabischer Verhältnisse diskutiert. Diese Erfahrung ist geprägt von Spaltung und Zusammengehörigkeit – von Riss und Fuge.
Es ist die Erfahrung einer Spiegelung (Selbstreflexion, Doppelgängertum), einer Unheimlichkeit, über die sich das Jüdische in Abgrenzung zu sowie in Verbindung mit dem Arabischen definiert. Die Vorlesung hinterfragt dabei die Bedingungen, die historischen Zusammenhänge und die Zukunft jüdisch-arabischer Nachbarschaft.