Publikationen

Viola Beckmann, Liliana Ruth Feierstein (Hg.): Language as Hope. L. L. ZAMENHOF AND THE DREAM OF A COSMOPOLITAN WOR(L)D

Erscheint vorauss. 12/2019

Ludwig Lejzer Zamenhof (1859–1917) was not the only one promoting the idea of a constructed language in his time. Numerous efforts – drawing inspiration from different sources – have shown a strong desire during the late 19th and early 20th century to create a mode of communication carried by universal humanitarianism. Esperanto, however, is unique in its influence. The articles collected in this volume debate the question of the extent to which this unique potential can be attributed to Jewish, cosmopolitan and pacifist traditions of thought.

All contributions have resulted from the lectures of the international workshop “The heritage and legacy of Ludwik Lejzer Zamenhof between Judaism and Esperanto”, that took place in the Museum Polin – Museum of the History of Polish Jews in Warsaw.

Liliana Ruth Feierstein: Von Schwelle zu Schwelle.

Einblicke in den didaktisch-historischen Umgang mit dem Anderen aus der Perspektive jüdischen Denkens. edition lumière, Bremen 2010 (Dissertation 2007)

Schulbücher sind in ihrer Verbreitung und ihrem nachhaltigen Einfluss der Presse mindestens gleichzusetzen. Ähnlich wie Zeitungen und Zeitschriften prägen sie als alltägliche – in diesem Falle obligate – Lektüre die politische und soziale Einstellung ihrer Leserschaft. Der vorliegende Band der Reihe zur europäisch-jüdischen Presse untersucht das Bild von Juden und Sinti in deutschen Schulbüchern seit der Nachkriegszeit. Als Maßstab dient hierbei der Blick auf den „Anderen“ in der Tradition jüdischen Denkens: Auf der Schwelle zugleich inner- und außerhalb der Mehrheitskultur, in der Dunkelheit des Ghettos oder im Licht aufklärerischer Salons, in der Universität oder im Gefangenenlager schrieben jüdische Intellektuelle über Jahrhunderte „Randkommentare“ zu Schlüsseltexten der europäischen Philosophie. Diese kritischen Auslegungen bilden das Prisma, durch welches die Diskurse über kulturelle Minderheiten in den Schulbüchern nach 1945 gelesen werden.

Lutz Fiedler: Matzpen. Eine andere israelische Geschichte

Schriften des Simon-Dubnow-Instituts, Bd. 25, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2. Durchgesehene Auflage, 2017.

Gegenstand des Buches ist die Geschichte der Israelischen Sozialistischen Organisation, die 1962 als Abspaltung von der Kommunistischen Partei Israels gegründet wurde und die israelische Gesellschaft vor allem seit dem Junikrieg 1967 in Aufruhr versetzte. Mit der Forderung nach einem Rückzug aus den kurz zuvor besetzten Gebieten stellte sich Matzpen (Kompass), so genannt nach der von ihr herausgegebenen Zeitschrift, außerhalb des gesellschaftlichen Konsenses. Schon lange vor dem Junikrieg erachtete die Gruppe den Konflikt zwischen Arabern und Juden als auf nationalstaatlicher Grundlage für nicht lösbar. Demgegenüber propagierte Matzpen eine sozialistische Revolution im Nahen Osten und forderte die Anerkennung der Existenz einer indigenen hebräischen Nation. Dieses neue Kollektiv sollte sich in die Region integrieren, womit die Hoffnung verbunden war, den historischen Palästinakonflikt zu überwinden. Vor diesem Hintergrund wirft Lutz Fiedlers Studie ein neues Licht auf die politische Kultur Israels.

Micha Brumlik, Christina von Braun (Hg.): Handbuch Jüdische Studien

Böhlau Verlag. Köln, Weimar, Wien 2018.

Die Jüdischen Studien umfassen alle Gebiete, die für die Erforschung der jüdischen Geschichte, Philosophie und Religion von Bedeutung sind.
Jüdische Religion und Kultur haben tiefe Spuren in der deutschen und europäischen Geschichte, Philosophie und Literatur hinterlassen. Auch waren sie beeinflusst vom wechselhaften Verhältnis der jüdischen und christlichen Religionen, das bisweilen ein tolerantes Miteinander ermöglichte, andererseits jedoch zu Verfolgung, Hass und – wie in Deutschland im 20. Jahrhundert – zum Genozid führte.

Das Handbuch versucht, entlang einzelner Begriffe wie Ritual, Aufklärung, Diaspora, Sefarad / Aschkenas oder Zionismus sowie verschiedener Forschungsgebiete wie Philosophie, Mystik, Recht oder Ökonomie, Einblicke in die Geschichte des Judentums zu geben.

Liliana Ruth Feierstein (Hg.): Von Europa nach Südamerika – Deutsch-jüdische Kultur in der Emigration

In: Münchner Beiträge zur jüdischen Geschichte und Kultur.

mit Beiträgen von Alejandro Baer, Liliana Ruth Feierstein, Johanna Hopfengärtner, Luis Krausz, Irene Münster, Sonja Wegner und Alexander Valerius, Jg. 10, Heft 2/2016.

 

Ein Paradigma der Moderne.Jüdische Geschichte in Schlüsselbegriffen.

Arndt Engelhardt, Lutz Fiedler, Elisabeth Gallas, Natasha Gordinsky, Philipp Graf (Hg.). Festschrift für Dan Diner zum 70. Geburtstag. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016.

Liliana Ruth Feierstein: Habitar la letra : Judaismo, escritura y transmisión.con un capitulo en colaboración con Liliana Furman.

Den Buchstaben bewohnen. Judentum, Schrift, Weitergabe. Acervo Cultural Editores und Seminario Rabínico Latinoamericano, Buenos Aires 2011.

Liliana Ruth Feierstein: Astillas en la memoria: de fantasmas, heridas y ausencias en los discursos de educación indígena

Splitter im Gedächtnis : Über Phantasmen, Wunden und Abwesenheiten in den Diskursen der Indio-Erziehung. Galerna, Buenos Aires 2008.

Liliana R. Feierstein und Lior Zylberman: Narrativas del terror y la desaparición en América Latina.

Sáenz Peña, Buenos Aires, 2016.

EL PRESENTE LIBRO ES EL RESULTADO del Simposio Narrativas del terror y la desaparición en América Latina realizado en el marco del 54º Congreso de Americanistas que tuvo lugar en Viena (2012) organizado en forma conjunta por el Grupo de investigación Narrativas del terror y la desaparición de la Universidad de Constanza (Alemania) y por el Centro de Estudios sobre Genocidio de la Universidad Nacional de Tres de Febrero (Argentina). Esta publicación no se propone, sin embargo, servir como actas de dicho evento. A partir de los diversos ejes allí trabajados en forma mancomunada, los autores reelaboraron sus planteos dando luz a nuevos artículos que pudieran contener los intercambios y conclusiones –nunca definitivas– de aquel simposio. Los textos aquí reunidos tienen como objetivo reflexionar sobre las posibilidades del arte y de las tradiciones religiosas y culturales para ayudar a elaborar el pasado traumático.

Liliana Ruth Feierstein und Vera Elisabeth Gerling: Traducción y poder. Sobre marginados, infieles, hermeneutas y exiliados.

Los trabajos aquí reunidos pretenden contribuir a la deconstrucción de la estructura binaria que tradicionalimente concibe un texto y su traducción en términos de original (poderoso) y copia (infiel). Renunciar a la idea de la existencia de un original perfecto e inmutable permite entender el texto como obra abierta, siempre en su diálogo con otros, incluidas sus traducciones. (In)quietudes, huellas, (des)colonizaciones, resistencias transversales, exilios : este libro es una invitación colectiva a pensar los fenómenos de traducción y poder desde diversas orillas, los cuales son siempre, simultáneamente, origen y destino.

Alberto Gerchunoff: Jüdische Gauchos

Aus dem argentinischen Spanisch von Stefan Degenkolbe. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Liliana Ruth Feierstein.

Ein argentinisch-jüdischer Klassiker in deutscher Erstübersetzung

Jüdische Gauchos (1910) ist der Gründungstext der jüdisch-lateinamerikanischen Literatur, der hier erstmals auf Deutsch vorliegt. Es handelt sich um eine Sammlung von Erzählungen, die Alberto Gerchunoff (1884–1950) seit 1908 in der Tageszeitung “La Nación” veröffentlichte und die er 1910, zur Feier des 100. Jahrestages der argentinischen Unabhängigkeit, zu einem Buch zusammenstellte. Mit seinen Erzählungen über die Anfänge der jüdischen Kolonien Argentiniens dokumentiert Gerchunoff eine Bewegung, die ihre jüdischen Wurzeln mit der Wiederentdeckung der historischen Lebensform als Bauern- und Hirtenkultur zurückgewinnen wollte, was für sie aber nicht die Heimkehr nach Palästina bedeuten sollte. “Jüdische Gauchos” berichtet von der Utopie, dass jüdische Bauern gleichberechtigte Staatsbürger Argentiniens sein könnten. Einige Jahre später, 1919, wird Argentinien den ersten Pogrom erleben. 1975, während der Premiere der Verfilmung des Buches, wird auf das Kino ein Anschlag mit Handgranaten verübt. Gerchunoffs Stil ist vom Modernismus und Naturalismus geprägt, seine Erzählweise und sein Humor lassen immer wieder seine großen Vorbilder Cervantes und Heine erkennen. Sein außergewöhnliches Werk hat Rubén Darío beeinflusst und wurde für seinen “fast unverschämten Charme” von Jorge Luis Borges gepriesen.

Enfances? Ser nino?

Ute Fendler und Liliana Ruth Feierstein. Akademische Verlagsgemeinschaft München, 2013.

Cette collection d’articles sur des régions géographiquement et culturellement éloignées comme le sont l’Afrique et l’Amérique Latine, propose de les rapprocher à travers une perspective qui prend en compte les expériences de la (post-)colonisation établissant des parallèles parfois surprenants. Les contributions à ce volume ouvrent des réflexions sur la construction de l’enfance et de la jeunesse dans les systèmes éducatifs, politiques et culturels à partir d’exemples concrets analysés dans des perspectives anthropologiques, juridiques, littéraires et médiatiques. Un paradoxe fondamental se trouve dans l’opposition entre une idée romantique de l’enfance promesse d’espoir et gage d’avenir et l’idée d’instrumentalisation des enfants et des jeunes dans un contexte de violence difficilement assumé par les sociétés respectives.

Esta compilación de trabajos sobre regiones geográfica y culturalmente alejadas, como son África y América Latina, las acerca a través de una mirada que toma en cuenta las historias de la colonizaciones y las experiencias postcoloniales con sus sorprendentes paralelismos. Se reúnen así contribuciones que proporcionan indicios para la reflexión sobre la construcción de los conceptos de infancia y juventud en el seno de los sistemas educativos, políticos y culturales, a partir de ejemplos analizados desde diversas perspectivas disciplinarias (antropológicas, jurídicas, literarias y mediáticas). Los escritos están atravesados por la contradicción entre una idea romántica de la infancia portadora de todas las esperanzas y del futuro; y una noción que instrumentaliza y marginaliza a niños y jóvenes, como portadores de una violencia que dificilmente puede ser asumida e integrada en las respectivas sociedades.