Aktuell

NS-Raubkunst: Neue interdisziplinäre Perspektiven in der Provenienzforschung und der Restitutionspraxis im deutsch-französischen Kontext

WORKSHOP TEIL II | DIENSTAG, 10. MÄRZ 2020 | AB 13 UHR | KONFERENZRAUM ADENAUERALLEE 35 53113 BONN

Aufbauend auf dem Treffen von Februar 2019 laden das Büro für Hochschulkooperation der französischen Botschaft in Bonn, die Commission pour l’indemnisation des victimes de spoliations (CIVS), das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste und die Mission de recherche et de restitution des biens culturels spoliés de 1933 à 1945 (französisches Kulturministerium) zum Workshop „NS-Raubkunst : Neue interdisziplinäre Perspektiven in der Provenienzforschung und der Restitutionspraxis im deutsch-französischen Kontext“ ein. Kunsthistoriker*innen, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler*innen sowie Soziolog*innen diskutieren u.a. über die heutige Rolle der Provenienzforschung und der Restitutionspraxis und gehen Fragen der Quellenerschließung und des Handels mit NS-Raubkunst nach.

Abgerundet wird der Workshop mit einem Festvortrag von Beate Klarsfeld, in Anwesenheit der französischen Botschafterin, I.E. Anne-Marie Descôtes.

Der Workshop wird auf Deutsch und Französisch abgehalten (Simultanübersetzung durch einen Dolmetscherservice).

Zum Programm

Anmeldung erforderlich bis zum 3. März 2020: kulturassistent@uni-bonn.de

 

Am 05.02.2020 im Kino arsenal Berlin

Im Rahmen des Projekt-Seminars “Remontagen in der deutschen Nachkriegszeit” am Institut für Kulturwissenschaft wird der Film THERESIENSTADT. EIN DOKUMENTARFILM AUS DEM JÜDISCHEN SIEDLUNGSGEBIET und THERESIENSTADT SIEHT AUS WIE EIN CURORT (Nadja Seelich und Bernd Neuburger, 1997) sowie Harun Farockis AUFSCHUB (2007) gezeigt. Zu Gast: Veronika Zangl, Theater- und Literaturwissenschaftlerin (u.a. Poetik nach dem Holocaust. Erinnerungen – Tatsachen – Geschichten, 2009).

Der von der SS konzipierte und produzierte Propagandafilm THERESIENSTADT. EIN DOKUMENTARFILM AUS DEM JÜDISCHEN SIEDLUNGSGEBIET wurde 1944 realisiert. Kurt Gerron, der als prägnante Erscheinung im Film und auf Berliner Bühnen der 20er Jahre bekannt war, wurde gezwungen, die Regie zu übernehmen, an dem darüber hinaus zahlreiche Häftlinge mitwirken mussten. In krassem Gegensatz zur offiziellen antisemitischen Propaganda war der Zweck dieses nur in Fragmenten erhaltenen Films, die NS-Vernichtungs-, Ghetto- und Konzentrationspolitik für ein internationales Publikum sowie für das Rote Kreuz zu verharmlosen.

arsenal. institut für film und videokunst e.V.

Language as Hope. L. L. Zamenhof and the Dream of a Cosmopolitan Wor(l)d

Herausgegeben von Viola Beckmann und Liliana Ruth Feierstein.

Erscheint bei Hentrich & Hentrich

Ludwig Lejzer Zamenhof (1859–1917) was not the only one promoting the idea of a constructed language in his time. Numerous efforts – drawing inspiration from different sources – have shown a strong desire during the late 19th and early 20th century to create a mode of communication carried by universal humanitarianism. Esperanto, however, is unique in its influence. The articles collected in this volume debate the question of the extent to which this unique potential can be attributed to Jewish, cosmopolitan and pacifist traditions of thought.

All contributions have resulted from the lectures of the international workshop “The heritage and legacy of Ludwik Lejzer Zamenhof between Judaism and Esperanto”, that took place in the Museum Polin – Museum of the History of Polish Jews in Warsaw.

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Diaspora and Law: Culture, Religion, and Jurisprudence beyond Sovereignty

Annual Conference of the Selma Stern Center for Jewish Studies Berlin-Brandenburg.

Programm from 17.11.2019 – 19.11.2019

Venue: Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum (Opening) / Humboldt-Universität zu Berlin (Conference)
Organized by Liliana Ruth Feierstein (ZJS/HU Berlin) and Daniel Weidner (ZfL/HU Berlin)
Contact: lfeierstein@culture.hu-berlin.de, weidner@zfl-berlin.org

Today, law is no longer homogenous or unquestioned. Different overlapping legal systems constantly interfere with one another, both on an international level, in complex transnational contexts such as the European Union or human rights law, but also in the context of cultural diversity or conflicts between religious norms and civil institutions. On the other hand, the neutrality of law is also under growing pressure, be it from different global transnational players, or from within nation states where calls are made to adapt law to the will of “the people.” The heated European debate on the “refugee crisis” has made it manifest that law is more necessary than ever and yet fundamentally contested, perhaps even caught in contradictions and self-limitations. At the same time, the current perspective on legal problems allows us to address issues of diversity and the role of Europe in the globalized world more clearly. The Selma-Stern Center for Jewish Studies in Berlin-Brandenburg takes these recent developments and debates as a starting point to discuss the pressing question of how to live together in the new millennium and how to figure the long history of law before, besides, and after the dominant paradigm of state law.

 

Preis zur Förderung herausragender geistes- und sozial- wissenschaftlicher Publikationen

Dr. Lutz Fiedler erhielt für die Übersetzung von „Matzpen, Eine andere israelische Geschichte“ , Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017” den im Herbst 2018 verliehenen, Preis zur Förderung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Fritz Thyssen Stiftung, dem Wissenschaftsfonds der VG WORT und des Auswärtigen Amts.

 

 

Neuerscheinung: Comic-Biographie von Agustín Comotto

Trailer zum Buch

Mit einem Vorwort von Liliana Ruth Feierstein, Professorin für transkulturelle Geschichte des Judentums an der Humboldt-Universität Berlin. Aus dem argentinischen Spanisch von Lea Hübner. Erschienen bei bahoe books.

Eine wunderschön in Schwarz und Rot illustrierte Comic-Biographie, welche die Geschichte von Simón Radowitzky (1891–1956) erzählt, einer sanften Seele, die in einer grausamen Welt gefangen ist.

Sein turbulentes Leben beginnt in einem russischen Schtetl, wo ihn die Kinderarbeit und die antisemitischen Pogrome durch Kosaken radikalisieren. Nach der gescheiterten Revolution 1905 flüchtet er nach Argentinien und findet bald Anschluss an die starke anarchistische Bewegung dort. Bei einer Demonstration am 1. Mai 1909 wurden 100 Arbeiter erschossen und Simon Radowitzky beschließt, sich mit einer Bombe am Einsatzleiter Oberst Falcon zu rächen. Es folgen turbulente Zeiten, mit einem langen Aufenthalt als Gefangener in Ushuaia (Patagonien), der Teilnahme an der Spanischen Revolution ab 1936 und der erneuten Flucht nach Mexiko, wo er 1956 stirbt. Comotto recherchierte und zeichnete sechs Jahre an diesem Meisterwerk. Im Anhang finden sich alle verwendeten Quellen und kurze Biographien der historischen Persönlichkeiten.